Wie kann man die Mitarbeiter der Agentur Eselsohr am besten vorstellen? Ganz klar, man lässt sie schreiben – über sich und ihre Leidenschaften, oder über das, was sie eben so bewegt.

Ich liebe meine Arbeit, das steht fest. Als Website-Eselchen habe ich einfach eine gute Zeit bei der Agentur Eselsohr. Aber wenn mich jemand nach meiner Leidenschaft fragt, dann sag ich prompt: Biken! Sieben Monate im Jahr dreht sich bei mir und meiner Familie fast alles nur um Trails, Bikeparks und neue Bikereviere, die es zu entdecken gilt.

Meine Hausrunde über den Altstädter Hof

Zu meiner absoluten schnell-mal-geradelt-Feierabend-Runde gehört schon seit guten 5 Jahren der Leybachtobel. Ich starte natürlich direkt vor der Haustür und bin in 5 Minuten in Altstädten beim Einstieg zum Uphill. Das ist die Teerstraße, die zum Altstäder Hof führt.

Ich freue mich auf die Abfahrt

Schon lange ist es her, dass ich diese Strecke als Ausdauer-Trainingsstrecke nutzte. Meist fahre ich gemütlich, denn ich freue mich auf die Abfahrt. Die kann mindestens genauso anstrengend sein und meine Motivation liegt ganz klar darin, den Leybachtobel mit so viel Ausdauer und Spaß wie möglich zu fahren. Je nach Tagesform brauche ich da ca. 1 Stunde für den gut ausgeschilderten und selbsterklärenden Weg bergauf. Ich werde von E-Bikern, Bergauf-Runnern, Autos (nur mit Mautplakette) und manchmal sogar von ambitionierten Fußgängern überholt. Und ganz ehrlich, das stört mich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, ich freue mich mit mit meinen Überholern.

Oft ist es auch so, dass jeder einen Streckenabschnitt hat, den er am wenigsten mag. Bei mir ist es das letzte Stück nach der Waldpassage kurz vor dem Ziel. Die letzten 50 Höhenmeter ziehen sich hin. Ich finde, der Berg wird absichtlich immer steiler, nur um mich zu ärgern. Doch die Vorfreude auf den Downhill lässt mich grinsen, obwohl ich die Strecke schon gefühlte 100 Mal gefahren bin. Dann erreiche ich den Altstädter Hof.

Ein lohnendes Zwischenziel

In den Sommermonaten ist der Altstädter Hof ein lohnendes Etappenziel für Radler, Wanderer und gemütlichen bin-kurz-mit-dem-auto-da Einkehrern. Und ganz klar, keiner muss sich nach dem „Radler“ oder der „Saftschorle“ für den Leybachtobel als Downhill entscheiden. Die meisten nehmen, wie sie es nennen, den „sicheren“ Weg nach unten. Jeder wie er es gerne mag. Für den Einstieg zum Tobel muss ich noch etwa 150 Meter schräg links an der Alpe vorbei weiterfahren. Nachdem ich ca. 100 Meter durch den Wald geradelt bin komme ich auf eine Kuhweide und dann bin ich auch schon am Einstieg zum Trail. Übrigens: Ich freue mich immer über Gesellschaft beim Biken. Und bis zum Schluss hoffe ich auf einen Weggefährten, dem das Runterfahren genauso viel Spaß macht wie mir.

Wichtig: Letzter Check

Nun noch schnell trockene Sachen anziehen, alle Protektoren anlegen, Knieschoner, Helm, Handschuhe, Brille auf, Rucksack gut verschließen, natürlich Gabel und Dämpfer öffnen (am besten nicht vergessen), nochmal was trinken und eine Banane genießen. Ich nehme mir immer die Zeit und werfe einen Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge. Es ist schön hier.

Endlich geht es runter

Dann geht es los. Der erste Abschnitt führt über eine sehr huppelige Kuhwiese. Mein Tipp: Lenker gut festhalten und nach einer guten Linie Ausschau halten. Nun folgt ein kurzer Abschnitt Forstweg, bevor ich in einen gerölligen Bachlauf einbiege. Was nun folgt ist ein sehr abwechslungsreicher Trail der über Wurzelwege, Brücken und flowige Wiesenabschnitte führt. Ab und zu geht es nochmal leicht bergauf. Dabei bleibe ich auf den ausgeschilderten Wegen, um die Eigentümer der Weiden nicht zu verärgern. Die Schwierigkeit des Trails variiert von S0 bis maximal S1 (S steht für Singletrailskala). Den richtigen Weg auf Anhieb zu finden, ist nicht ganz leicht. Deshalb schreib(t) mir gerne eine E-Mail an helena@agentur-eselsohr.de oder hinterlasst einen Kommentar, wenn ich Euch beim ersten Mal begleiten darf. Ich freue mich auf Dich/Euch.

Mein Tipp

Vor ca. 6 Jahren, als unser Sohn noch sehr klein war und wir mit dem Mountainbiken erst langsam loslegten, da sah eine Tour mit dem Mountainbike (damals teilte ich mir mit meinem Mann ein Hardtail) so aus: Eine Stunde eine Teerstraße hochradeln und maximal eine Schotterstraße runter rollen lassen. Mit meinem ersten Fully folgten dann auch meine ersten Trail-Versuche.

Was ich jedem Einsteiger ans Herz lege, der sich nicht traut oder dem das Hochfahren mehr Spaß macht als das Runterfahren, ist ein Fahrtechnik Kurs. Dort habe ich wirklich nützliche Technik-Tipps gelernt, die mich in meinem Selbstvertrauen auf dem Trail gestärkt haben. Ein absolutes Muss. Natürlich geht es beim Mountainbiken auch um Überwindung. Aber wer die Abfahrten zukünftig mit Freude und Genuss meistern möchte, der sollte bei seinem Schweinehund eine klare Ansage machen und z.B. einen Trail immer und immer wieder fahren. Der Leybachtobel ist dafür perfekt.